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Lötschentaler Workshops mit spirituellem Akzent

Lötschentaler Workshops mit spirituellem Akzent

(Ines Grämiger)

Seit 2008 finden alljährlich im Juni die 3tägigen Lötschentaler Workshops des Institut ISCHAP unter meiner Leitung statt.

Die Teilnehmerinnen der kleinen, geschlossenen Gruppe setzen sich aus denen der „Arbeitsgruppe Schicksalsanalyse und Graphologie“ des Szondi-Institutes ZH und der „Fortbildungsgruppe in Schicksalsanalyse“ meines Instituts ISCHAP ( Institut für interdisziplinäre Schicksalspsychologie) zusammen.

Neben der fachpsychologischen Leitung obliegt mir als SEBIL-Trägerin auch die Gestaltung des spirituellen „Outlooks“ der Zusammenkünfte, welcher von den Teilnehmerinnen mehr und mehr gewünscht wurde, sodass Meditationen, Diskussion spiritueller Themen und geomantische Erfahrungen in der freien Natur zur Gewohnheit wurden.

Die Gruppe wird von weitem, aber mit viel Anteilnahme, Engagement und mentaler Unterstützung auch vom Heiler und Seher John Maxwell mit getragen, welcher ja SEBIL 2x im Jahr besucht.So kann er jeweils „sehen“, wie die Gruppe sich zu immer höherer Reifung entwickelt, welche Energie und Schwingung ihr eigen ist. Immer wieder betont er den spirituellen Out-Look, welcher auch für diese psychologische Gruppe notwendig und tragend wirkt.

Die Leser dieser website sowie die „Sebilianer“ dürften sich vorwiegend für diese spirituellen Aspekte interessieren. So beschreibe ich im Folgenden nun vor allem den spirituellen Aspekt der einzelnen Workshops, welcher auf meiner website nicht so ausführlich beschrieben ist.

Den kompletten Artikel lesen (PDF)



Vorstellung der "Stiftung Deutsches Holocaust-Museum" am Friedens-Treff
(im Rest.
Wolpertinger,Selnaustr. 6 8008 Zürich) vom 4.12. 06 durch Ines

Der von SEBIL mitgegründete Friedens-Treff, welcher jeweils am 1. Montag jeden Monats ab19 h stattfindet - während um 2o h eine kurze Darstellung zu einem bestimmten, selbstgewählten Thema durch eines der Mitglieder erfolgt - war diesmal dem Holocaust - Museum gewidmet.

Kurzinfo zur Stiftung Deutsches Holocaust-Museum :

  1. Diese Stiftung existiert seit 1992
  2. Der Gründer ist Dr. Hans-Jürgen Hässler ( Archäologe )
  3. Nicht nur die Opfer sollen gewürdigt und dokumentiert werden, sondern auch die Täterdarstellung und deren psychologische Erforschung soll ihren Platz haben
  4. Es soll nicht nur die Vergangenheit erinnert werden, sondern auch präventive Friedensfor- schung für die Zukunft geleistet werden.
  5. Es solle eine Dokumentations- und Forschungs-Stätte werden, die sich „ Zentrum für Dokumentation und Information über Verbrechen gegen die Menschlichkeit..Lern- und Forschung-Stätte für Frieden und Humanität“ nennt.
  6. Bedeutende und berühmte UnterzeicherInnen sind bereits seit Jahren vorhanden.Das Kuratorium umfasst unter anderem auch bedeutende Persönlichkeiten wie Günter Grass, Hans Küng , Eber-hard Richter, Margarete Mitscherlich etc. Der ehemalige Bundeskanzler Schröder war einer der wichtigsten Befürworter dieses Museums.
  7. Dieses Museum soll nicht an einem Ort des Verbrechens errichtet werden ( im Gegensatz zu den Gedenkstätten oder dem bereits bestehenden Holocaust-Mahnmal in Berlin )
  8. Dr. Hans- Jürgen Hässler verschickt an die UnterzeichnerInnen bereits fortlaufend über all die Jahre eine Broschüre„Mitteilungen „ , in welcher Briefe und Unterstützungen veröffentlicht werden, Bücher zum Thema und Kontakte zu den Gedenkstätten erwähnt werden.
  9. In diesem Museum sollen folgende Räume und Aktionen entstehen:
    . Laufende Ausstellungen und Sonderausstellungen
    . Lehrort mit Tagungen internationaler Art zum Thema
    . Bibliothek und Dokumentation
    . Film- und Foto-Archiv
    . Raum der Stille und Andacht
    . Veröffentlichungsreihe zum Thema
    . Friedenspreisvergabe alle zwei Jahre
    . Darstellung aller Opfer-Gruppen ( zB auch der Roma- Sinti )
    . Dokumentierung des Widerstandes ( auch von Einzelpersonen)
  10. Diese Haus des Erinnerns ist hervorgegangen aus dem Land der Täter ( was auch immer wieder in Deutschland Staats-widerstand erzeugt hat ), sodass nun eine private Stiftung vorgezogen wird.
  11. Die Analyse der Täterschaft wird ins Zentrum gestellt als Präventive. Es soll von der Schuld-Dimension zur Verantwortungs-Dimension fortgeschritten werden.
  12. Es gibt zur Zeit eine aktuelle Broschüre mit dem Namen „Deutsches Holocaust-Museum -Dokumentationszentrum zur Geschichte der NS-Diktatur „ / Konzeptionsskizze, welche mit eindrücklichen Bildern und klaren Uebersichten über das Konzept der Stifttung berichtet.
  13. In diesem Zusammenhang hat Dr. Hässler einen Aufruf für eine 100-Euro-Spende gemacht, welche ich Euch allen ans Herz legen möchte.Einzahlungsscheine, Broschüren etc. beziehbar bei :

Dr. Hans- Jürgen Hässler
Stiftung Deutsches Holocaust-Museum
Trierer Str. 6
D- 30 173 Hannover

Tel/FAX : oo49 ( 0) 511 809 34 97

***********************

Bei der Vorstellung dieses Museums-Konzepts und der darauffolgenden Runde am Friedens-Treff, wo jeder seine persönliche Involvierung und Betroffenheit zum Thema schilderte, war die Atmos-phäre unerhört dicht und nachdenklich.Es gab ein durchgehendes Ja zu diesem umfassenden Kon-zept, welches nicht in der Vergangenheit oder an der Schuldfrage hängenbleibt, sondern welches in die Gegenwart und in die Zukunft verweist und möchte, dass die Menschheit für den Frieden lernt – auch aus schrecklichen Szenarien heraus.

Es war mir darum eine grosse Freude, dieses Projekt in dieser aufmerksamen und intensiven Runde vorzustellen.

Ich persönlich bin sehr betroffen vom Thema dadurch, dass ich wissenschaftliche Mitarbeiterin des Ungaren Leopold Szondi, des Tiefenpsychologen und Schicksalspsychologen war. Dieser hat selber als Opfer im Konzentrationslager Bergen-Belsen mit seiner ganzen Familien, seinen zwei pubertierenden Kindern, über 5 Monate gelebt , wurde dann von Schweizer Fachleuten gerettet und verbrachte die Jahre bis zu seinem Tod im Exil in Zürich .

Ich befinde mich zudem aber auch auf der Schnittstelle zwischen Opfern und Tätern, weil ich nicht nur die Nachwirkungen und Leiden der Familie Szondi ( den Suizid des Sohnes von Leopold Szondi, den Tod seiner Tochter mitbekommen habe) während meiner Tätigkeit am Szondi-Institut in Zürich, sondern weil Leopold Szondi in Blind - Diagnostik auch den Szondi-Test des Schreib-tischtäters Adolf Eichmann während dessen Prozess in Jerusalem ausgewertet und teilweise veröffentlicht hat in seinem Buch „ Kain-Gestalten des Bösen „.Weitere wissenschaftliche Forschungen und Auswertungen meinerseits in diesem Bereich stehen noch an.


Bericht zum Universellen Gottesdienst vom 28.11.04, in der City-Kirche St. Jakob, Zürich
Zum 10. Mal haben SEBIL und das Sufi-Zentrum Omega miteinander einen Universellen Gottesdienst organisiert, erstmals aber stand uns die City-Kirche zur Verfügung. Die Schwingung und Weite dieses Kirchengebäudes haben eine besonders feierliche Stimmung erzeugt. Nach dem Ritus von Hazrat Inayat Khan, haben wir in Respekt für die Gläubigen aller Kulturen je eine Kerze für die grossen Weltreligionen entzündet. Vertreter und Angehörige des Hinduismus, des Buddhismus, des Judentums, Christentums und des Islam, sowie der Bahai und Naturreligionen, haben ihre religiöse Kultur auf vielfältige Weise dargestellt mit Worten, Musik, Gesang, Bildern, Ritualen. Sie haben damit Herz und Sinne der Besucher erreicht und uns teilweise auch in Erstaunen versetzt ob der Vielfalt der Ausdrucksformen, die alle das gleiche bezwecken, nämlich die Anbetung und die göttliche Nähe. Es wurde damit ein Akzent gesetzt hin zu Verständnis, Versöhnung und Frieden im Bewusstsein der einen Erde. Besonders eindrücklich empfanden verschiedene Gottesdienstbesucher die stillen Rituale der Buddhisten, die Sinnenhaftigkeit der Naturreligionen, sowie die Stimmen des Obertonchores, die den wunderschönen Kirchenraum zum Klingen brachten.

Eine Besucherin hat ihr Erleben so ausgedrückt: „Ich fühlte mich innerlich warm und mit allen Religionen verbunden, keine Fremdheit, obschon mir vieles neu war. Gewisse Religionen haben das Mystische besonders hervorgebracht, so daß ich während des ganzen Gottesdienstes eine grosse Gelassenheit und religiöse Gewissheit empfand. Das alles hat mir gut getan!“

Viele weitere Äusserungen von Besuchern stärken uns in der Überzeugung, dass diese interreligiöse Feier wichtig und not-wendig ist, dass sie in gewissem Sinne Not wenden kann, indem wir hier Frieden und Toleranz zwischen der Religionen erleben und erfahren können.

Erika Grämiger / Febr. 05
 

Rückblick auf das Seminar mit John Maxwell (Heiler und Seher), Sept. o4
John hat uns ganz behutsam und mit schottischem Humor in die Welt des Heilens, aber auch des Geistes, und der Geister eingeführt. Er hat uns vermittelt, mit wieviel Disziplin, täglicher Meditation, Konzentration er sich für das Sehen und das Heilen vorbereitet, welche strenge Kontrolle nötig ist, um die Echtheit einer Botschaft zu überprüfen, wie anspruchsvoll die Gabe des Sehens und Heilens zu "verwalten" ist, welche verantwortungsvolle Aufgabe sie darstellt.( "it is not nice to be a medium - if you see in the bus all the people who will die in 2 months." "Klopft nicht an diese Türe, wenn Ihr nicht gerufen werdet"). Er warnte uns vor der Faszination des Egos durch den "Astro-glamour", vor Schmeichelein "falscher Propheten" und die Verführung, etwas Besonderes dadurch zu sein. Er gab uns wertvolle Hinweise zur Unterscheidung von echten und falschen Medien.

Was immer wir auch an Mystischem erlebten, solle geprüft werden auf die Frage, wozu diese Erfahrung diene, wem sie helfe. Erfahrungen, welche nur unser Ego aufblähen und niemandem anderm nützen, beurteilt er sehr kritisch und als Gefahr. Er war ein echter Zertrümmerer unseres "Astro-glamour-Egos". Er war neben seiner Liebenswürdigkeit und Grosszügigkeit, seiner tiefen, berührenden Herzlichkeit ein strenger Lehrer gegen das "Abheben, das Fliehen aus dieser Welt". Seine teachings zeugten von einem breiten Wissen (über Kabbala, Christentum, den Judaismus, Buddhismus).

Die Uebungen zur Konzentration und zur Schulung unserer eigenen Intuition zeigten uns deutlich unsere eigenen Grenzen auf, berührten uns andererseits aber auch wieder so, dass sich tiefe Berührtheit und Dankbarkeit breitmachten.

Ich selber begleitete ihn als Uebersetzerin bei über 6 Einzelsitzungen, erlebte seine von Angst befreiende, raumschaffende Herzlichkeit, seinen Schalk, aber auch seine fachliche Kompetenz im Sehen, im sofortigen Erfassen einer Persönlichkeit und im Diagnostizieren und Verstehen von Krankheiten. Ich erlebte ihn bestätigend, positiv in seinen Formulierungen, erdig und realistisch und von tiefer Wahrhaftigkeit.
Unterstützungskraft konnte wechseln mit liebevoller Strenge und Eindringlichkeit, wenn jemand auf dem falschen Weg war. Und er gab niemandem dieselben Empfehlungen oder Ratschläge. Seine Behandlung war spezifisch zugeschnitten auf das Individuum.
Wir sind dankbar, einen solchen Lebensbegleiter gefunden haben für den seelisch-geistigen, aber auch für den körperlich-medizinischen "Check-up", jemanden, der als "geborener Seher" seit jeher ganz natürlich mit den Geistern lebt, diese und unsere Chakren sieht und seine Informationen aus der Akascha-Chronik beziehen kann.

Neben all diesen überzeugenden Fähigkeiten, seinem fachlichen Können und seiner Seriosität und geschulten Disziplin kann man aber in der Alltagsrealität auch völlig natürlich mit ihm zusammensein, den tiefen Geniesser des irdischen Lebens und den herzlich lachenden "Lausbuben" in ihm erleben.

Es war allgemein eines der friedvollsten Seminare der letzten 14 Jahre, getragen auch von einer hohen Qualität der TeilnehmerInnen. So wollen die Meisten auch weiterarbeiten mit John.

Und er hat zugesagt und kommt wieder :
Seminar am 29./30.Oktober 2005
Einzelsitzungen am 27. und 28.Okt 2005
(Anmeldungen werden bereits jetzt entgegengenommen. Bitte unbedingt Tel.Nr angeben)
Ines
07.11.03
Am 25. Oktober wurde ich als Mitglied in die Lassalle-Friedensbewegung aufgenommen. Mit war es ein Anliegen, in einer spirituell- und sozial-politischen Gemeinschaft mitzuwirken und mich mit "Peacemakers" zu vernetzen. Die Lassalle-Friedens-Bewegung ist eine eigenständige Abzweigung des Peace-Maker-Ordens von Roshi Glassmann.
Mit ein Grund meines Eintritts in die Bewegung stellt die langjährige Beziehung, die ich zu Pia Gyger und Anna Gamma dar, welche zusammen mit Niklaus Brantschen, die Bewegung gründeten. Die drei genannten Bewegungs-GründerInnen setzen sich zur Zeit dafür ein, die Vision von Jerusalem als Friedensstadt ins Bewusstsein zu bringen, verbunden mit der Anregung, dort eine Friedens-Universität zu gründen. Als neues Mitglied in der LGB ist es mir u.a. ein Anliegen verschiedene Friedensnetze und Friedenpunkte zwecks Synergie-Bildung miteinander zu verbinden, - eben SEBIL-Arbeit.
Im vergangenen September war John Maxwell, Hellsichtiger und Heiler für SEBIL mit Einzel-Beratungen und einem Seminar in Zürich. Die gute und freundschaftliche Zusammenarbeit wollen wir im nächsten Jahr fortsetzen. Zwischen dem 23. - und 26. Sept. im kommenden Jahr wird John M. nebst Einzelstunden, ein interaktives Seminar zum Thema Weckung eigener Heilkräfte anbieten.
Werner
  
14.07.03
Neue Veröffentlichung von Ines Grämiger über den Tiefenpsychologen und Schicksalsanalytiker Leopold Szondi

Anlässlich des 16. internationalen Szondi-Kongresses an der Paulusakademie in Zürich, habe ich mich mit dem tragischen Schicksal des Begründers der Schicksalsanalyse (einer spezifischen Richtung der Tiefenpsychologie), Leopold Szondi auseinandergesetzt, der auch mein Lehrer und Vorgesetzter bei wiss. Forschungen war.

Ursprünglich lehrend in Ungarn, konnte er nach dem KZ Bergen-Belsen ins Exil in die Schweiz fliehen und lehrte bis zu letzt am Szondi-Institut (Krähbühlstr. 3o) in Zürich und war auch Ehrenbürger der Stadt.

Er war einer der letzten Zeitzeugen und Begründer der Tiefenpsychologie neben Freud, Jung, Adler. Er widmete sich vor allem der Erforschung des familiären Unbewussten, des Stammbaumes und der eigenen Lebenswahlen (in Beruf, Krankheit, Liebe und Tod), welche das eigene Schicksal ausmachen. Das Spezielle aber für spirituelle Menschen ist, dass er, ganz im Gegensatz zu Freud, der Erreichung der Glaubensfunktion im Leben eines Menschen einen vordringlichen Platz einräumte, sogar postulierte, dass es einen "Trieb zum Glauben" gäbe. Es sei notwendig, dass der Mensch eine Beziehung aufbaue zu einer Instanz, die das Menschliche überschreite. Denn wir alle hätten in uns die Vorstellung der Vollkommenheit, sogar wenn wir sie nie in unserem Leben erfahren haben. Würden wir diese Vollkommenheitsideen auf uns selbst projizieren, würden wir zu Narzissten, würden wir sie auf einen andern Menschen projizieren, würden wir diesen idealisieren oder überfordern in unseren Ansprüchen. Nur auf eine Instanz jenseits des Menschlichen ist diese Vollkommenheitsidee zu projizieren - ohne dass sie uns krank macht.

L. Szondi, bei dem ich auch als wiss. Teilzeitmitarbeiterin gearbeitet habe, und an dessen Institut ich bis heute als Dozentin lehre, Stiftungsrätin bin, hat mir als erster die Dringlichkeit einer Ausweitung der Psychologie und Therapie durch die Spiritualität nahe gelegt. Er selbst, aufgewachsen in einem orthodoxen jüdischen Haus (der Vater war autodidaktischer Rabbi) plädierte für die Freiheit in der Wahl der Glaubensrichtung oder Religion, d.h. er war mithin ein interreligiöser Geist.

Ohne seinen eigenen, persönlichen Glauben, sein spirituelles Vertrauen, seine Forschungsmotivation im Dienste der Humanisierung der Triebe der Menschheit (im KZ hatte er die verheerende Wirkung nicht-humanisierter Triebe erlebt), hätte er wohl sein eigenes Schicksal, den Verlust aller Berufstitel, der Arbeit in Ungarn wegen des Ariergesetzes, die Monate im Konzentrationslager (mitsamt Frau und den 15- und 16 jährigen Kindern), Flucht und Exil, später den tragischen Tod beider seiner erwachsenen Kinder kaum so verkraften können, wie er es tat.

Ich verfolgte im Vortrag und dem nun schriftlich erschienenen, erweiterten Text vor allem auch die Veränderung seiner Persönlichkeit (anhand von graphologischen Schriftanalysen), die Wirkung des KZ auf seine Charakterstruktur.

Die Analyse des Schicksals von Szondi ist erhältlich via SEBIL:

Geschäftsstelle SEBIL, Limmattalstr. 50, 8049 Zürich
oder info@sebil.ch

Ines Grämiger "Leopold Szondi - Die Persönlichkeit in Bild und Handschrift"
(ca. 40 S. mit Abbildungen: Fotos und Handschriften
SFr. 28.-- (inkl. CH-Versand), zahlbar mit Rechnung bei Zustellung

Vorschau

Zusätzlich zum Text (mit normalen, einfachen Kopien der 4 Handschriften von Szondi) können auch hochwertige, farbige Laserkopien, A4-Format der Handschriften A,B,C,D à Fr. 2o.-- für Schriftensammler bezogen werden.

Auch gibt es noch einige Original-Handschriften von Szondi zu kaufen, ab Fr. 1oo.--
Anfragen bitte direkt an Ines Grämiger. (ab September 2003)

Ines Grämiger
17.03.03
3 jährige geomantische Feldarbeit: ein SEBIL-Mandala auf einer maltesischen Insel

Während 3 Jahren haben Werner und ich (teils unterstützt von Erika Grämiger, Carla und Walter Müller) im Sinne praktischer geomantischer Feldarbeit an einem drei-dimensionalen SEBIL-Mandala auf einer der maltesischen Inseln im Mittelmeer zwischen Europa und Afrika gearbeitet.

Das Mandala liegt in einem weiten Eukalyptushain auf einem windigen Hügel, umfasst viele m2, enthält Steinkreise, einen Spiralkreis, einen Turm (den Beobachter), ein maltesisches Kreuz, viele Gestalten von aufeinander geschichteten Steinfiguren, sowie einen kleinen Altar, Hexenscheiterhaufen, ein Bett für die "sleeping lady" (eine Nachbildung einer in den Ausgrabungen gefundenen Frau), Muschelräder, Naturgestecke etc.

Wir verbanden damit die uralten, oft matriarchalischen heiligen Stätten Maltas (bis 35oo Jahre alt) via SEBIL-Mandala mit unserem Norden, aus dem wir herreisten und nördliche Energien überbrachten. Wir schufen mithin eine Linie zwischen Zürich und Afrika im Mittelmeer (Malta liegt südlicher als Tunis!)

Dreimal haben wir Malta bereist und immer wieder die Gestalten neu aufgebaut, wenn sie vom Wind, den wilden Hasen, den Vögeln beschädigt waren - und neue Gestalten kamen jährlich dazu. Die sleeping lady aber schläft seit 2 Jahren ungestört auf ihrem Steinbett, umgeben von Opfergaben der Natur, neuerdings auch von dem Skelett eines toten Hasen.

Als ich beim letzten Besuch das erstemal auf den Eukalyptushain zuging und die Gestalten schon von weitem versammelt sah, da war mir, als hörte ich im inneren Ohr ein lebendiges, flüsterndes Gerede, als sprächen die Gestalten mittlerweile miteinander. Es war, als wären es nicht mehr stumme Steinfiguren, sondern als wären sie zu einer lebhaften Kommunikation erwacht, hätte eine Sprache bekommen. Hinter der auf dem Hügel herrschenden Stille war eine immense Lebendigkeit und Gesprächigkeit zu hören.

Wir hoffen, dass immer wieder mal SEBIL-Verbundene das Mandala aufsuchen, es erneuern, an ihm weiterbauen und uns davon berichten werden. Auf alle Fälle bleiben wir mit unserem Mandala in der Ferne innerlich verbunden. Wie die Sufis sagen, kann man innerlich an jeden Ort der Erde gehen und sich von der Energie dort erfrischen und nähren lassen und dorthin auch eigene Energie und Segen hinfliessen lassen. So wird das eigene Herz immer grösser und weltweit.

Zur Erinnerung habe ich für SEBIL eine Fotodokumentation des Mandalas gemacht,
sodass Fotos auch beim Selbstverlag SEBIL bezogen werden können.

Ines Grämiger
20. Mai 03
Am 27. Juni werde ich im "Zentrum der Einheit", Schweibenalp weilen. Vielleicht werde ich einige von Euch dort treffen?!
Hier die Einladung, die ich vom Zentrum bekommen habe:

Liebe Freundinnen und Freunde von Tamera und der Schweibenalp!
Liebe Friedensarbeiter und Friedensarbeiterinnen! Liebe Interessierte,

Das Zentrum der Einheit Schweibenalp empfängt die Friedenstournee "Wir weigern uns Feinde zu sein" zu einem gemeinsamen Friedensfest und besonderem Zusammentreffen

am 27. Juni 03, von 12 bis ca. 17 Uhr.

zu dem wir Sie herzlich einladen wollen.........

Wir freuen uns besonders, dass für diesen Nachmittag als besondere Gäste Pia Gyger und Niklaus Brantschen vom Lassalle Institut in Bad Schönbrunn sowie Desiree und Prof. J.J. Hurtak*** von der Akademie für die Wissenschaft der Zukunft ihre Teilnahme zugesagt haben.....

Weitere Informationen über die "Friedenstournee" unter der Rubrik I (von SEBIL)

*** In der Reihe "Globales Bewusstsein" von SEBIL und HOLON wird das getätigte Interview mit Prof. J. Hurtak in wenigen Wochen als Broschüre im SEBIL-Verlag erscheinen.
Werner Binder
15. Mai 03
Eigentlich wollte ich ja ein Buch herausgeben zum Thema "Globales Bewusstsein, humane Globalisierung", doch fand ich trotz langem Suchen keinen Verleger. Die Antwort war durchwegs dieselbe: Interview-Sammelbände würden sich schlecht verkaufen.
So habe ich mich nun entschlossen, die Gesprächs-Aufzeichnungen ins Internet zu bringen.
Das erste Gespräch zum Thema habe ich mit Claus Eurich geführt, unserem langjährigen Referenten. ER ist Professor für Journalistik und Kommunikation in Dortmund, Verfasser zahlreicher Bücher zum Thema Kommunikation/Medien einerseits und zu spirituellen Themata andererseits.
Das nun hier vorliegende Interview ist nachzulesen unter B (Begegnung) von SEBIL. Ich finde die Ausführungen von C.E. packend.
Voraussichtlich in der kommenden Nummer der Zeitschrift "Visionen" wird ein Auszug des Interviews, welches ich mit Neil Douglas-Klotz machte, erscheinen.
Das vollständige Interview soll hier auf der SEBIL-Homepage im Laufe des Juni erscheinen.
Werner Binder
16.03.03
Am 14. und 15. März war der Vortrag und das Seminar von Claus Eurich und Julia Gröning: "Das ist nicht meine Welt" - Kommunikationsstörungen zwischen jung und alt und ihre mögliche Transformation.
In besonderer Weise beeindruckten mich die vorgestellten Beispiele aus der aktuellen Jugend- und Szenenkultur: Scrafitti, CD's und Video von Strassenkünstler und Rap-Sängern.
Unter "Spirituelle Texte" kann der eindrückliche Rap-Text von Thomas D. nachgelesen werden: Gebet an den Planet.

Ich lernte an diesem Seminar wie wichtig es ist, genau hinzuhören und hinzuschauen, wie sich Jugendliche ausdrücken und artikulieren. Dann erfahren wir Älteren etwas über uns. Wie in einem Spiegel.
Werner
8.12.02
Ich habe den Mystiker und Zen-Meister Willigis Jäger angefragt, ob er anlässlich der kommenden HOLON-Tagung vom 14. - 20 Juli 03 in Bad Gandersheim einen Vortrag zum Thema Gemeinschaft und Bewusstsein halten würde. Seine Zusage freut mich.

Sein Vortrag (mit voraussichtlich nachträglichem Workshop) findet am 15. Juli statt.

7.12.02
Dieses Jahr nahmen wir den Faden, zusammen mit dem Sufi-Orden Zürich den interreligiösen Universellen Gottesdienst zu feiern, wieder auf.
Erika Grämiger übernahm die Hauptverantwortung für die Organisation dieser spirituellen Feier. Dafür sind wir sehr dankbar.

Der Gottesdienst fand dieses Jahr im Quartierzentrum Hottingen statt. Etwa 80 Personen nahmen an der Feier teil. Am besten vertreten waren die Hindus, mehrheitlich Tamilen, vom Hindu-Tempel in Adliswil. Etwa 10 Kinder fassten in einem Rollen- und Gesprächs-Spiel die Idee des Universellen Gottesdienst (dieselbe Essenz in aller Verschiedenheit) völlig trefflich und erfrischend zusammen.

Der interreligiöse Gottesdienst war auch dieses Jahr wieder sehr berührend. Das kommt wohl daher, dass die Sehnsucht nach der grossen Menschheits-Familie erlebbar wurde. Die Erfahrung dass es möglich ist, dass VertreterInnen verschiedener Kulturen und Religionen gemeinsam göttliche Präsenz erleben können, stärkt.

Ich gehe mit Harald Föhr (Bahai) völlig einig, dass interreligiöse Vernetzungsarbeit aktuell wie noch nie ist. Der sich ausbreitende Fundamentalismus ruft förmlich nach integrativer Kraft.
Interreligiöser Dialog ist Friedensarbeit. Ohne religiöser Friede ist kein Welt-Friede möglich.
Die Religionen als Macht-Systeme verhindern echte Spiritualität. Sie ähneln Panzerungen und verhindern die unmittelbare Erfahrung der Einheit und damit das Wissen um die "grosse Familie". Echte Religiosität im Sinne von Verwurzelung und Rückverbindung ermöglicht eben diese Erfahrung der gemeinsamen Quelle.

Werner

1.12.02
Der Regen hörte etwa eine Stunde vor der Friedenkundgebung auf. Es versammelten sich 3 - 500 Personen auf dem Hirschenplatz der sich mehr und mehr mit Lichtern erfüllte: Laternen, Fackeln, Kerzen, Lampions, usw. Fanfaren zweier Posaunisten riefen die Leute herbei.
Ein Transparent fiel mir auf: "Der grösste Terrorist ist der Weltpolizist."
Der sehr friedlich Lichterumzug führte durchs Niederdorf, dann via Urania und Bahnhofstrasse zum Münzplatz und endete auf dem Lindenhof, wo die Schlusskundgebung stattfand.
Ursula von Bühren (Peace-Makerin) und Gil Ducommun (Gründer von dynamik5) hielten eindrückliche Reden.
Dazwischen spielte Alf Jetzter Flöte. Marianne Inselmini sang mit uns ein Friedenslied und zum Schluss spielten die "Tremotioni" auf: stimmungsvolle, leidenschaftliche Volksmusik aus Süd-Ost-Europa. Zum Schluss tanzten alle, die noch bis zum Ende der Veranstaltung ausgeharrt hatten.

Die Organisatoren waren: Markus Rüegg, May Winkler und ich. Während den Vorbereitungsarbeiten gab es auch schmerzliche Erfahrungen zu machen. Alle politischen Vereinigungen und Parteien lehnten eine Zusammenarbeit mit uns ab, weil sie unsere Gruppierungen sowohl als zu unbedeutend, wie auch zu spirituell (esoterisch) erlebten. Die Pauschalurteile waren leider unüberwindlich. Ernüchternd war auch die Tatsache, das wir kaum tatkräftige Unterstützung erhielten, die wir dringend gebraucht hätten. Desto wohltuender waren die Ausnahmen.

Wir lernten: Friedens- und Vernetzungsarbeit unter den hier wirkenden Friedenkräften ist Voraussetzung, damit in diesem Lande eine breite Friedensbewegung entstehen kann.

Lesen sie die eindrückliche Rede von Gil Ducommun unter S, spirituelle Texte.

7.10.02
Die HOLON-Tagung 03 zum Thema DIE ERDE -"Tiefe Ökologie - Gemeinschaft und Bewusstsein" findet vom 14. - 20.7.03 im Südharz bei Göttingen statt.
dynamik5 - ein Gesellschaftsprojekt, SEBIL und andere Organisationen und Gruppierungen tragen diese Tagung mit.
Merkt euch bitte das Datum vor und kommt alle.

Solche Zusammenkünfte stärken die Kräfte des Friedens, der Freude und des Mitgefühls.

Im weiteren sind alle Impulse und Aktionen, die von Mitgefühl für unsere Erde getragen werden, von grösster Wichtigkeit, da fundamentalistisches Schwarz-Weiss- und Vergeltungsdenken in weiten Teilen der Weltpolitik mächtige und bedrohliche Strömungen darstellen.

Meine Besorgtheit in Anbetracht der Weltlage versuche ich zu gestalten, indem ich meine Liebeskräfte im Herzzentrum kräftige, Friedensbemühungen unterstütze und mich in einem konstruktiven Widerstand, der von Hoffnung getragen ist, übe.

Werner

5.10.02
Das Terrassengespräch vom 4. Oktober stand unter dem Thema: Friedensarbeit zwischen Juden /Jüdinnen und Palästinenser/Palästinenserinnen.

13 Personen nahmen am Gespräch teil: Israeli, Juden aus der Schweiz, hier lebende Palästinenser und andere engagierte Schweizer. Sehr eindrücklich präsentierte Evi Guggenheim, Mit-Gründerin von NEVE SHALOM, das Friedensdorf, welches gemeinschaftlich von Juden, Moslem und Christen, von PalästinserInnen und JüdInnen getragen und geleitet wird. Es ist ein Modell der erfolgreichen Zusammenarbeit unter schwierigsten Bedingungen. Hier wird friedvolle Auseinandersetzung geübt und gelebt!
Unter www.nswas.com könnt ihr mehr darüber erfahren.

Am gleichen Abend fand intensive konkrete Vernetzungsarbeit statt, damit sich weiterhin die Friedenskräfte bündeln können: es wurde Zusammenarbeit angeboten, Vermittlungsgespräche wurden eingefädelt, Adressen wurden ausgetauscht.
Es war für mich auch eindrücklich mitzuerleben, wie sich die anwesenden JüdInnen und PalästinenserInnen kritisch und wohlwollend miteinander auseinandergesetzt haben.
Mir wurde es noch einmal deutlicher, wie wichtig es ist, gegenseitig die Verletztheit des andern anzuerkennen.

Die HOLON-Arbeitsgruppe "Friedensbemühungen Palästina-Israel" war auch gut vertreten. Diese Arbeitsgruppe will Vernetzungshilfe bereitstellen.

Der Koordinator der Arbeitsgruppe: Markus Rüegg (mail: mr@KMUplus.ch) Tel. 079 693 55 66, organisiert für die Monate November und Dezember 02 einen
Olivenöl-Verkauf in Zürich zugunsten Palästinas.

Daten:
November: 2, 9, 16, 23, 30
Dezember: 7, 14, 21. Jeweils 10.00 bis 20.00 Uhr.

Wer mithelfen möchte, melde sich bei ihm. Vielen Dank.

Werner

18.6.02
Gestern besuchte ich Annette Kaiser, Mit-Leiterin der "Villa Unspunnen" einem spirituellen Zentrum in Wilderswil bei Interlaken. Das Programm des Zentrums ist von grosser Qualität.

Annette Kaiser, die ich zum Thema "Globales Bewusstsein" interviewte, veröffentlichte kürzlich ihr neues Buch: "Der Weg hat keinen Namen". Es ist ein eindrückliches und persönliches Dokument ihres spirituellen Weges zur Sufi-Lehrerin.

Am Schluss unseres Gespräches sprach A. Kaiser von der "Globalisierung des Herzens", jenes inneren Zentrums, welches sehr viel Raum gibt für die Unterschiedlichkeiten des Lebens, sowohl für Freude, wie für Schmerz, ja für alle Ausdrucksformen des Lebens. Und immer im Wissen um die Einheit allen Lebens und grenzüberschreitender Zusammengehörigkeit. Vereint in diesem grossen Schwingungsraum des Herzens können wir eine neue Weise der Kommunikation entwickeln und Formen von Gemeinschaft, die in Verbindung stehen zur Quelle und von daher viel weniger den Kräften der Polarität unterworfen sind. Die erforderlichen Lernschritte werden uns Stück für Stück gezeigt, wenn wir zunehmend wach und offen werden.

Einmal mehr wurde mir deutlich, dass wir eine bessere Welt nicht "machen" können. Sie kann sich ausfalten, wenn wir das Wunderbare zulassen können und den jeweils nächsten Schritt aus dem Herzen tun.

Werner

                                

15.6.02

Am 7. Juni fand das erste Terrassengespräch zum Thema "konstruktiver Widerstand in einer spannungsgeladenen Welt" statt.

VertreterInnen der dynamik5 (ein Gesellschaftsprojekt), des europäischen Netzwerkes HOLON und der Offenen Kirche St. Jakob, Zürich, nahmen am Gespräch teil. Leider sagten die eingeladenen VertreterInnen aus der Politik ab. Diese haben offensichtlich sehr gefüllte Agenden und müssen in Zukunft ein halbes Jahr zuvor eingeladen werden.

Offensichtlich hat das Thema sehr angesprochen. Es wurde sehr konzentriert und persönlich diskutiert. Keine-r hatte ein Rezept, wie Unbehagen und Entsetzen über schreckliche und besorgniserregende Ereignisse auf der Welt derart in der Öffentlichkeit ausgedrückt werden können, dass sie aufbauende Prozesse auslösen können. Das Unrecht hinzunehmen, dazu zu schweigen, ist keine aufbauende Antwort. Protest alleine genügt nicht. Dieser muss von aufbauenden Visionen getragen werden. Darin stimmten alle überein.

Das Gespräch zeigte, dass ein Bedürfnis besteht, dem Gerechtigkeits-Empfinden Ausdruck zu verleihen und konstruktive Formen des Widerstandes zu entwickeln.

In Deutschland tut sich etwas: Verschiedene Friedens- und Widerstandbewegungen suchen den Zusammenschluss mit dem Ziel "die Gewaltspirale" zu durchbrechen.

Werner


27.5.02
(Ines)
abdullah ibrahim

Ich habe im April zwei eindrückliche Konzerte von Abdullah Ibrahim besucht und damit die Vernetzung mit seinem holistischen Zentrum m7 ("m seven") vertieft. Das Konzert vom 27. April in der Elisabethenkirche in Basel war aber auch ein trauriger Anlass, war es doch das In-Memoriam-Konzert für die im Januar, für uns unerwartet verstorbene, Dina Mallwitz (seine Mitorganisatorin im deutsch-baslerischen Bereich). Dina war mir v.a. anlässlich des Workshops vor einem Jahr als spiriturelle Schwester sehr ans Herz gewachsen. Sie hat uns nun nach längerer, geheimgehaltener Krankheit verlassen, bevor wir unsere gemeinsamen Südafrika-Pläne realisieren konnten. Am 29. April fand dann das zweite Konzert in Uznach im Kulturzentrum "Rotfarb" statt. Beide Konzerte waren traditionsgemäss gefolgt von afrikanisch langen Plauder- und Lehrstunden und gemütlichem Essen bis nachts um halb 3 Uhr im Kreise von Abdullah's Freunden.
Ein Jahr zuvor besuchte ich den unvergesslichen "Workshop Abdullah Ibrahim" samt Einführungskonzert im Künsterhaus Boswil, bei dem Abdullah das Konzept und die Lehren seines holistischen Zentrums m7 in Südafrika vorstellte. Er hat sich dabei erstmals in der Schweiz als einer der vielseitigsten, qualitativ hochstehenden spirituellen Lehrer "geoutet". Ein Textauszug aus der Vorankündigung:

"Der südafrikanische Pianist Abdullah Ibrahim (Dollar Brand) ist nicht nur ein brillanter Musiker und ein aussergewöhnlicher Komponist, er ist auch ein Meister ... in Martial Arts und ein origineller und eigenwilliger Denker. Er hat ein ganzheitliches Konzept entwickelt, das er "m7" nennt und das tiefin der Kultur der südafrikanischen Urbevölkerung verwurzelt ist:
  • Musik - in all ihren Aspekten (soziale, rituelle bzw. spirituelle, heilende)
  • Movement - in Bewegung sein (Tanz, Sport, Bewegungskünste etc.)
  • Medecin - Gesundheit für Körper, Seele und Geist
  • Martial arts - die inneren Feinde bekämpfen
  • Meditation - leer werden, um inspiriert zu werden
  • Masters - von den meistern lernen und selber Meisterschaft erreichen
  • Menue - sich bewusst sein, was wir essen und trinken
Ausgehend von der Musik wird A.I. ihre Beziehungen zu anderen Bereichen unseres Lebens gemäss seinem m7 Konzept aufzeigen. Das wiederkehrende Thema wird sein, dass Musik weit mehr ist - oder sein soll - als Noten zu spielen und technische Fähigkeiten zu entwickeln".

Mehr über das Zusammenspiel von klassischer, homöopathischer, chinesischer Medizin, Akupunktur, Qi Gong, Kung Fu, Ernährungslehre, Naturbeziehung etc. wissen möchte, siehe unter www.m7.co.za.

Ich gehöre mittlerweise, zusammen mit den anderen WorkshopkollegInnen zur "m7 - Swissgroup" (Abdullah: "you are my students and my extended family"). E-mail und Website- Kontakte wurden aufgebaut, ein Besuch Südafrikas und ein weiterer Workshop ist geplant.

Wer Informationen über die Konzerttourneen Abdullahs und auch andere spirituelle Bereiche haben möchte, geht auf die website meines m7-swissgroup-Kollegen: www.jazzberger.de

Als Werner und ich vor Jahren mit der von Johannes Frischknecht, dem ehemaligen Sebilträger, mit einer SEBIL-Gruppe von Freunden (auf dringliche Empfehlung von Abdullah) in Senegal waren, empfand ich tief, dass eine meiner spirituellen Vernetzungsaufgaben die Nord-Süd oder Weiss-schwarz-Achse sein würde. Damals aber wusste ich nicht wie! Jetzt sind alle tore aufgegangen .. Ich hoffe, dass der/die eine oder andere von Euch an dieser (Erlösungs- und Versöhnungs-) Arbeit mitmachen wird. Das Pilgern geht weiter, gegenseitige Austausche der Energien, gemeinsames Lernen stehen bevor ... Leider ohne Dina ...
Tschau Dina!
Tschau Dina!

25.5.02
IM KULTURRAUM THALWIL
genoss ich gestern den neuen wunderschönen Dokumentarfilm: Der Tulpenbaum, geschaffen von Beat Kuert und Simone Kriesemer.

Der Film gibt einen Einblick in das Leben von Henriette Hardmeier. Die heute 92-jährige Frau äusserte sich in berührender Weise über das Altwerden. Ihre Gedanken zu Sterben und Tod sind von Gelassenheit getragen. Ihre unkonventionelle Art und ihr liebevoller Humor beschwingen und stimmen fröhlich. Ihre einfache und tiefe Spiritualität ist wohltuend.

Ich kenne Simon Kriesemer, die wie ich Psychotherapeutin ist, u.a. von SEBIL her, wo wir oft meditierten und Rituale feierten. Sie ist Mit-Schöpferin und tragende Kraft des Kulturraumes in Thalwil, in welchem Kultur vom Feinsten zu sehen und zu hören ist.

23.5.02
DAS ZENTRUM DER EINHEIT, SCHWEIBENALP, BRIENZ,
wird am 31.7. - 2.8. sein 20-jähriges Bestehen feiern.


Ich habe dem Team des Zentrums geschrieben und meine Wertschätzung der grossen Arbeit, die an diesem kraftvollen Ort geleistet wird, ausgedrückt.
Sehr viele spirituelle Meister aus Ost und West haben ihr Wissen dort in den letzten 20 Jahren verbreitet. Über alle Jahre hindurch wurde täglich, frühmorgens, das kraftvolle vedische Feuerritual durchgeführt - in dienender Zuverlässigkeit.

Wie alle Zentren und holistischen Bewegungen, braucht das "Zentrum der Einheit", welches nur durch enormen persönlichen Einsatz einiger Menschen bestehen kann, unsere volle Unterstützung.

Die zweite grosse Vernetzungstagung von HOLON fand auf der Schweibenalp statt.
Es waren starke Tage und wir genossen die liebevolle Gast-Freundschaft. Wir feierten, tanzten, meditierten, inspirierten uns mit Wissen und gestalteten den "Weg von der Vision zur Verwirklichung".

WER MÖCHTE SEBIL AUF DER SCHWEIBENALP ANLÄSSLICH DER JUBILÄUMS-TAGE VERTRETEN? - BITTE MELDET EUCH!

20.5.02
Haben Sie schon mal im Forum globalplayerparty auf www.holon.ch die Artikel und Gespräche mitverfolgt?
Wolfgang Jäger, Gil Ducommun (HOLON und dynamik5) und ich, haben eben ein interessantes Gespräch zum Thema Leiden, Licht und Befreiung geführt. Vielleicht möchte es jemand nachlesen oder sich beteiligen?
17.5.02
Gestern war ESPOIR-Mitgliederversammlung,
ESPOIR übernimmt im Interesse und für das Wohl der Kinder verschiedene Aufgaben und bietet familienergänzende Massnahmen an: Sozialpädagogische Familienbegleitung, Krisenhilfe, Abklärungen, Öffentlichkeitsarbeit, usw. ESPOIR kümmert sich um benachteiligte und/oder gefährdete Familien, oftmals im Sucht-Bereich, wo auch AIDS verbreitet ist. Sowohl die Kinder, wie auch deren Eltern und Pflegeeltern werden intensiv betreut und beraten.

Vor etwa 10 Jahren fand im SEBIL ein Orientierungsabend zum Projekt ESPOIR statt.
SEBIL hat dieses Kinder- und Familienhilfswerk u.a. deshalb unterstützt, weil es einen uns so sympathischen, ganzheitlichen Ansatz aufweist und auch die spirituelle Dimension von Heilung und Pädagogik einbezieht.

Ich freute mich sehr, Helen von Arx und Bettina Sacchi anlässlich der MV wieder zu begegnen. Beide haben mit Leidenschaft und Kraft ESPOIR massgeblich auf den Weg gebracht haben.
Damals wirkte ich in der Gründung- und Vereinsvorbereitungsphase mit, als die Idee ESPOIR privatisiert werden musste und dann in dann zwei Jahre als Präsident.
Die Erinnerung an intensive, endlos lange Sitzungen kamen hoch und an manchmal harte Auseinandersetzungen, die aber immer von Freundschaft umgeben und vom Einsatz für die Sache geprägt waren.

Nun gibt es ESPOIR seit über 10 Jahren. Es wächst und wächst. Neue "Zellen" sollen entstehen. Das Bedürfnis nach dem qualitativ hoch stehenden Angebot von ESPOIR ist gross. Grund genug zu feiern. Ein festlicher Ausflug ist ins Auge gefasst: Pioniere und Erneuerer sollen sich treffen, "Alte" und "Junge" und solche die beides sind.

Unter der Rubrik L erfahren Sie, wie sie mit ESPOIR Kontakt aufnehmen können.

12. April 02

Die Invasion der Israelis in Palästina beschäftigt mich sehr. Die Vernichtung von Flüchtlingslager. Krieg gegen Vertriebene.
Bosnien - Kosovo - Tschetschenien - Afghanistan - Palästina - und bald noch der Irak?
Gewalt ohne Ende. Die Ohnmacht der geschwächten UNO, kontrolliert durch die Supermächte.
Die Nachricht, dass die USA daran seien Mini-Atombomben zu entwickeln, erlebe ich wie einen Faustschlag. Kaum Proteste. Eine unglaubliche Hinnahmebereitschaft des Schrecklichen!

Etwa einen Monat bevor ich den Artikel über die US-Atomwaffen-Pläne erfahren hatte, erzählte mir Maja Winkler , was sie neulich träumte.
Dem Traum ging eine unheilvolle Ahnung voraus. Maja berichtete:
"Bei der Befindlichkeitsrunde, die der Meditation vorausgeht, fühle ich mich sehr bedrückt mit der Ahnung, dass etwas sehr schwieriges auf uns zukommt. Innere Bilder zeigen mir menschenleere Gebiete im Winter unter der Erde. Christus als Lichtflamme ist bei mir. Ich begleite ihn. Dann steigen wir hoch, schweben über Landschaften, aber es gibt keine Menschen mehr. Die Landschaft wirkt trostlos und verlassen; es ist kalt."

Kurz danach der Traum:

"Es findet eine Weltkonferenz statt. Sie erinnert an eine UNO-Konferenz. Das Thema Terrorismus und die akute Gefahr, dass jemand Atomwaffen einsetzt. Roland, mein Mann, nimmt an der Konferenz teil. Bedrückt warte ich auf den Ausgang der Konferenz. Roland teilt mir mit, dass nichts erreicht worden sei.
Dann sehe ich einen jungen Mann. Er lächelt symphatisch, doch ich spüre seine Falschheit. Er teilt mir mit, dass er jetzt die Atombombe zünden gehe.

Nach dem Traum bin ich so erschüttert, dass ich zwei Tage fast bewegungslos liegen bleibe. Ich weine nach einem Telefon mit Werner Binder. Ich habe das Gefühl, versagt, d.h. nicht genug getan zu haben, um diese Tat abzuwehren. Das Gefühl mitschuldig zu sein, plagt mich sehr".

Wie schon erwähnt träumte Maja Winkler dies mind. einen Monat vor der Nachricht über das neue Atomrüstungs-Programm der US-Regierung.

Ich bin sicher, dass dieser Traum nicht nur auf der subjektiven Ebene zu deuten ist, sondern auch ein Ausdruck des kollektiven Unbewussten (oder Überbewussten) ist. Er zeigt akute Gefahr.

Ich bin davon überzeugt, dass Friedens- und Erlösungsarbeit unabdingbar ist, damit die Menschheit sich entfalten kann. Erlösungsarbeit beinhalten für mich u.a. folgende Elemente:

  • Entwicklung des inneren Lichtkörpers bei paralleler Arbeit am Schatten. Re-Integration abgespaltener Teile. Umarmung des "geschwächten Kindes".
  • Erdung, u.a. durch spirituelle Praxis. Transfomationsarbeit: Angst in Vertrauen und Liebe wandeln. Entwicklung des Mitgefühles, des Atems der Barmherzigkeit.
  • Globale Mit-Verantwortung. Die Beziehung zur Erde, zur Natur entwickeln.
  • Kollektive Schatten-Arbeit. Licht ins Verdrängte und Abgespaltene bringen,
  • Mit der Quelle in Verbindung blieben und Pflege der Beziehung zu "allen Verwandten" (auch in den Bereichen der Feinstofflichkeit).

In der Christus-Meditations-Gruppe arbeiten wir verstärkt in Richtung Erlösungs- und Friedensarbeit.
Wer teilnehmen möchte, wende sich an Werner Binder: 01. 342 25 45

8. März 02

Claus Eurich schrieb mir auf meine Frage nach der Bedeutung des Scheitern u.a.: "Ohnmacht ist für mich durchaus ein positiver Begriff. Ohne Macht sein, ist das nicht zutiefst jesuanisch?..... Leben heisst Scheitern. Scheitern geht der Entwicklung voraus, Scheitern hilft vor dem Allmachtswahn und macht empfindsam für die Windungen des Lebens. Nur wer die Erfahrung des Scheiterns kennt und wie die Ohnmacht angenommen und integriert hat, ist zu wirklichen Wachstumsschritten in der Lage; und auch nur er kann denen helfen bzw. an ihrer Heilung mitwirken, die die Erfahrung des Scheiterns gerade durchleben... Nichts kann uns vor dem Scheitern bewahren... auch das lehrt uns der Weg des Mannes aus Nazareth. Entscheidend ist immer, wie wir rückgebunden sind, spirituell getragen im Heimatraum des Göttlichen. Nach meiner Erfahrung haben auch Projekte, die sich nicht in dieser Rückbindung beheimatet fühlen, auf Dauer keine Chance."
Soweit Claus Eurich.

Das wäre ein Thema für das FORUM. Wer mag dazu etwas beitragen?

Gestern hatte ich ein langes Gespräch mit Pia Gyger. Wir nahmen es auf Tonband auf. Bei der Hörprobe nach dem sehr intensiven Gespräch, stellten wir fest, dass die Stimmen gegen den Schluss des Gespräches beim Abhören immer schneller wurden, bis sie rasten und auch auf "slow" unverständlich waren. Die Beschleunigung stimmte mit dem steigenden Energiepegel während des Gespräches völlig überein.
Der Tonband-Spezialist untersuchte heute sowohl das Gerät wie auch das Band und stellte keinerlei Defekt fest. Tatsächlich läuft es wieder perfekt. Eine Fehl-Manipulation ist auszuschliessen. Nachdem ich das Gerät eingestellt hatte, berührte ich es nicht mehr.

Wie "rette" ich nun den zweiten Teil der Band-Aufzeichnungen? Was will mir dieses Geschehen sagen?

3. März 2002

Seit ein paar Wochen arbeite ich intensiv am Buch-Projekt "Globales Bewusstsein - humane Globalisierung". Es soll eine Interview-Sammlung sein.
Nun bin ich daran Gespräche zum Thema zu führen.
Gerade jetzt entsteht das Interview mit Prof. Claus Eurich mittels E-mail. Es ist immer sehr spannend, wenn die Antwort auf die eben gestellte Frage eintrifft.
Völlig gleichzeitig, synchron sind wir auf die Frage nach dem "Scheitern" gekommen. Uns beiden erscheint sie als wichtig.
Viele Menschen, die im Bereich der Bewusstseins-Entwicklung mit grossem Engagement arbeiten und gewillt sind, ihre Überzeugungen auch wirklich zu leben und umzusetzen, ermüden oftmals bis hin zur Erschöpfung und zum Zusammenbruch.

Manchmal sterben auch Menschen an ihrem Engagement oder sie werden verfolgt.
Muss das so sein? Wird die Menschheit einmal sich dahin entwickeln, dass eine Weiterführung der "Opferkette" nicht mehr nötig sein wird?
Im "Forum" könnte ihr Eure Meinung dazu äussern.
Demnächst werde ich hier einen Auszug aus der Antwort von Claus Eurich niederschreiben. - Claus Eurich ist Professor für Kommunikation in Dortmund. Er schrieb sowohl zum Thema Kommunikation und Multimedia, wie auch zum Thema Spiritualität ("Die Kraft der Sehnsucht") viele Bücher. Für SEBIL war er schon siebenmal hier in Zürich, hielt Vorträge und kontemplative Seminare. Verschiedene Anlässe entstanden in Zusammenarbeit mit der Liebfrauen-Kirche (Pfr. Reto Müller).

Freitag, 25. Januar 02

Am Vorabend des Seminars über Jüdische Spiritualität "Am Anfang - Schöpfung und Offenbarung" - lud der Referent, Yehoshua Witt (Rabbi und Schüler von Shlomo Carlebach) zu einer ergreifenden Sabbat - Feier ein.
Wie wunderbar war es doch, dass ein Jude, ein Rabbi gar, mit Menschen aus anderen Kulturkreisen (vorwiegend Christen) die Feier des Sabbat-Beginns zu teilen bereit war. Man stelle sich vor, ein katholischer Priester würde mit Juden das Abendmahl feiern.
Der Sabbat sei der Tage für die Seele, sagte Y. Witt. In seinem Gesicht und im Raum war dieses "Sabbat-Strahlen" gegenwärtig.
Bevor er das Brot brach und den Wein reichte, waren alle aufgestanden, die Engel anzurufen, mit uns zu sein.
Bei Anrufungen von Engeln und "Spirits" aus verschiedenen Glaubensrichtungen war ich schon öfter zugegen und immer wieder erlebte ich - auch an dieser Feier - dass durch die Anrufung der Spiegel des "Energie-Sees" angehoben wurde.
Kabbalistische und chassidische Lehrer haben stets wunderbare Geschichten und Sprachbilder geschaffen, die direkt zur Seele sprechen und an unsere Ursprünglichkeit rühren - so auch an diesem schönen Abend.
Einladungen über die gewohnten Grenzen und Abgrenzungen hinweg, sind eine so einfache und schöne Form der Friedensarbeit!
Zur Feier eingeladen hatte: "Tänze des Universellen Friedens", Schweiz.

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